Вот! Was für eine Woche! Давай Россия Давай Давай [Davaij Davaij Rassija]!
Auf der Fahrt im Zug kamen die ersten Gedanken: Auf was habe ich mich dort eingelassen? Was wird mich dort wohl erwarten? Werde ich jemals wiederkehren? Habe ich die längste Praline der Welt dabei?
Wovon ich rede? Ganz einfach: Ich hab mich mit der Olgi und der Anja auf den Weg zum Seligersee gemacht. Warum? Wir haben uns als Teilnehmer des Forums "Seliger 2009 - Год Молодёжи" - Jahr des Nachwuchses - angemeldet. Für 1000 Rubel [25€] bekommt man dort einen Seestrandurlaub geboten, eine Woche lang. Die Reise hin und zurück im Bus ist bereits mit inbegriffen. Verpflegung wird dort Gruppenweise zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung entwickelt man Projekte, die der Zukunft Russlands und dem Aufbau einen Unabhängigen und Freien Russlands dienen. Soweit der Plan! "Jahr des Nachwuchses" und "Forum Seliger 2009" heißt die ganze Veranstaltung jedoch erst seit diesem Jahr. Die letzten 4 Jahr wurde sie von den Наши's (Die Unseren), der Jugendorganisation der Putin und Medwedjewparteij Единая Россия - einiges Russland - organisiert. Und auch dieses Jahr war die stetige Anwesenheit der Unsrigen im Camp nicht zu übersehen.
Die ersten 2 Tage waren erschreckend, überall Flaggen. TShirts mit Aufsprüchen wie "Ich bin ein Affe - Ausführer des Planes Putins", Наши-Mützen und Cappies. Überall die Russische Flagge. Dann Morgens und Abends Appel. Bunt und Trashig. Pflicht für Alle. Gesungen wurde die russische Nationalhymne. Danach die Hymne des Forums. Textfetzen in etwa wie "Vorwärts Russland, Vorwärts Schönheit, Russland ist der Champion". Frühsport Pflicht. Tanzen oder Laufen. Strengstes Alkoholverbot. Anwesenheitspflicht bei Vorlesungen und Übungen, 5x am Tag. Schlafen um 1 Uhr. Aufstehen um 7. Keine Zeit. Kein Strom, nur kaltes Wasser, kochen überm Lagerfeuer für 30 Leute. Wer den Regeln nicht folgte und erwischt wurde, bekam Strafpunkte. Bei 3 wurde man nach Hause geschickt.
Der Anblick und Ablauf, vor allem die extrem faschistische Organisation und der Ablauf des Lagers schockierten mich. Auch das strengste Alkoholverbot, schien mir in den ersten 2 Tagen erschreckend und befremdlich: "Wir sind doch in Russland!?" dachte ich.
Nunja, was soll ich sagen. Nach 7 Tagen kann ich nun sagen: Alles halb so schlimm wie man denkt. Еindeutig faschistisch dort nur die Organisation der Lagers. Die Hintergründe sehr stark politisch, patriotisch, nationalistisch. Jedoch war der Inhalt und vor allem die anwesenden Leute nicht der von mir zuerst erwartete patriotische unreflektierte Einheitsbrei. Es gab ein bunten Mischmasch aus Stimmen. Reflektierte Meinungen. Kein "einfach Mitgeschwimme" und Generalbejahen. Es wurde Diskutiert. So wurden ehemalige Lieblingspromis als langweilige Demagogen enttarnt. Oder der Chef der größten Moskauer Zeitung sagte im Vortrag seine Vorsicht dieses Forums gegenüber und plädierte für die Unabhängigkeit der Medien. Oder eine berühmte russische Popband wurde als Live-null enttarnt. Klar gab es auch die Ja-sager. Aber es war eben mehr als das. Bunter als das.
Die Russen sind doch nicht doof. Auch nicht die Jungen. Und richtig klug werden sie vor allem dann, wenn sie mal nicht den ganzen Tag trinken :)
Ein fahler Beigeschmack blieb mir nach wie vor vom Gesinge der Lieder, fahnenschwingend beim Appell (Построение). 1000 Menschen die "Ро-сси-я" schreien geht bei mir einfach nicht rein und wieder raus, ohne dabei an den mir in der Schule und im ganzen leben eingetrichterten Kausalzusammenhang zu nationalfaschistischen Organisationen zu denken.
Aber egal, nach 7 Tagen kann ich sagen: Alles halb so schlimm wie gedacht, habe viele interessante und nette Leute kennengelernt. Und auch viel Spass gehabt. Habe mich vor den Pflichtlektionen gedückt. Alle haben sich gedrückt, sind einfach im Zelt geblieben. Endgültig wiederhergestellt wurde mein Bild von Russland dann auf der Heimfahrt im Bus. Ahh, zuerst aber noch schnell was zum Lager: Es geht ums Alkoholverbot. Das kann und konnte ich einfach nicht glauben. 1500 Russen auf einem Haufen, in Lagerfeueratmosphäre, und keiner! Trinkt !?. Nunja, das Alkoholverbot wurde dann doch regelmäßig von mehr oder weniger allen heimlich im Zelt oder einer dunklen Ecke ignoriert. Dazu gehören auch Beispiele wie ein Veranstalter, der Hinter der Bühne eine Bierdose austrinken, um dann auf die Bühne zu gehen und zu propagieren "Diese Dose haben sie gestern Nacht gefunden", und "demjemnigen, der sie trank, sollten die Arme Abfallen". Diese kleinen Erfahrungswerte zerstörten die, Anfangs doch recht erfolgreich und professionell aufgebaute, Pflichtbewusstseins- und Abstinenzkullisse recht schnell. Richtig zerstört wurde sie dann jedoch in der Fahrt im Bus. Dieses Land ... man man man, manchmal kann man sich echt nur an den Kopf fassen und sich freuen :) Kaum im Bus holten die ersten ihre Flaschen Cognac und Vodka raus, die dann auch gleich von allen Bejubelnd ausgetrunken wurden. Schon vor dem Bus saßen alle wie eine gruße Hippieversammlung und tranken genüsslich ihr erstes, zweites drittes oder viertes "legales" Bier in der Sonne. Bei unserer Gruppe auch im Bus ganz vorne mit dabei unsere ~35 Jährigen "Старши"s. Dabei ist es völlig egal das vorne im Bus eine kleine Gruppe Kinder saß, die gerade aus dem Trainingslager wiederkam. Am ersten Zwischenstopp wurde dann gleich nochmal richtig aufgetankt, Vodka en masse gekauft. Und dann im 40° warmen Bus übers Limit gesoffen.
So ... "jetzt ist hier alles wieder in Ordnung" dachte ich "Das ist doch Russland, wie ich es kennen :)"
Ich bin zu Hause in der MGU angekommen, und habe ein Paar Videos und Filme mit im Gepäck.
Anschauen könnt Ihr sie hier. Viel Spass :)
Sonntag, 19. Juli 2009
Freitag, 5. Juni 2009
Kaltes wasser, auf dem Dach
Hallo Liebe Leute!
Endlich mal wieder ein paar Neuigkeiten von mir!
Nun, der Sommer ist hier endlich richtig angekommen, richtig schön warmes T-Shirt Wetter die ganze Zeit. Draußen ... drinnen sieht es leider anders aus, zumindest wenn man sich unter die Dusche bewegt. Habe ich mich vor 2 Wochen noch drüber lustig gemacht, dass sie hier für 3 Tage das kalte Wasser abgestellt haben (lustig daran fand ich die Mitteilung: "3 Tage Achtung nur noch warmes Wasser!!"), haben sie diesmal ernst gemacht. Kein warmes Wasser! 3 Wochen lang. Und das kalte Wasser trägt seine Bezeichnung zu recht. Whoooaaa macht es da jeden morgen, und das noch bis zum 21.6.! Nun, not macht erfinderisch, und so erinnerte ich mich eines morgens beim Aufwachen daran, wie man doch aus einer Plastikflasche einen transportablen Wasserturm mit Hahn bauen konnte, quasi wasser on-demand. Kurz umgeguckt, die 5 Liter Wasserkanister mit löschern versehen, 2/3 wasser aus dem Hahn, 1/3 Wasser aus dem Wasserkocher, tadaaa, fertig ist die warme Dusche. Noch werde ich auf dem Flur schäbig für meine mir noch aus Kindertagen bekannte Erfindung belächelt, doch wartet nur wartet, bald werdet ihr alle solch eine Dusche bei euch hängen haben. Das wird der Renner.
Getestet habe ich sie heute auch schon, klappt wunderbar, sogar die Spiegel im Bad waren danach beschlagen ;)
So, ich geh dann mal duschen!
Themenwechsel:
Gestern haben wir uns endlich mal aufs Dach getraut. Flo, Olga und ich im Gepäck begaben wir uns also auf die Reise, die eigentlich keine großen Probleme bis auf eine Feuerleiter von der 20 in die 22 Etage und einmal aus dem Küchenfensterklettern. Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt, ein 360° Blick aus der 22-Etage über ganz Moskau, picknicken, sonne und bier inklusive. Traumhaft einfach Traumhaft. Schwer auf Kamera einzufangen, aber vlt könnt ihr aus den Bildern es ja erahnen und nachvollziehen, warum man sich 2 Stunden bei starkem Wind (war doch etwas kühl) bis zum Sonnenuntergang zwingt :)
Tadaa, die Bilders:
So, soweit erstmal alles wieder von mir, bis denne dann, счастливо!
Endlich mal wieder ein paar Neuigkeiten von mir!
Nun, der Sommer ist hier endlich richtig angekommen, richtig schön warmes T-Shirt Wetter die ganze Zeit. Draußen ... drinnen sieht es leider anders aus, zumindest wenn man sich unter die Dusche bewegt. Habe ich mich vor 2 Wochen noch drüber lustig gemacht, dass sie hier für 3 Tage das kalte Wasser abgestellt haben (lustig daran fand ich die Mitteilung: "3 Tage Achtung nur noch warmes Wasser!!"), haben sie diesmal ernst gemacht. Kein warmes Wasser! 3 Wochen lang. Und das kalte Wasser trägt seine Bezeichnung zu recht. Whoooaaa macht es da jeden morgen, und das noch bis zum 21.6.! Nun, not macht erfinderisch, und so erinnerte ich mich eines morgens beim Aufwachen daran, wie man doch aus einer Plastikflasche einen transportablen Wasserturm mit Hahn bauen konnte, quasi wasser on-demand. Kurz umgeguckt, die 5 Liter Wasserkanister mit löschern versehen, 2/3 wasser aus dem Hahn, 1/3 Wasser aus dem Wasserkocher, tadaaa, fertig ist die warme Dusche. Noch werde ich auf dem Flur schäbig für meine mir noch aus Kindertagen bekannte Erfindung belächelt, doch wartet nur wartet, bald werdet ihr alle solch eine Dusche bei euch hängen haben. Das wird der Renner.
Getestet habe ich sie heute auch schon, klappt wunderbar, sogar die Spiegel im Bad waren danach beschlagen ;)
So, ich geh dann mal duschen!
Themenwechsel:
Gestern haben wir uns endlich mal aufs Dach getraut. Flo, Olga und ich im Gepäck begaben wir uns also auf die Reise, die eigentlich keine großen Probleme bis auf eine Feuerleiter von der 20 in die 22 Etage und einmal aus dem Küchenfensterklettern. Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt, ein 360° Blick aus der 22-Etage über ganz Moskau, picknicken, sonne und bier inklusive. Traumhaft einfach Traumhaft. Schwer auf Kamera einzufangen, aber vlt könnt ihr aus den Bildern es ja erahnen und nachvollziehen, warum man sich 2 Stunden bei starkem Wind (war doch etwas kühl) bis zum Sonnenuntergang zwingt :)
Tadaa, die Bilders:
So, soweit erstmal alles wieder von mir, bis denne dann, счастливо!
Mittwoch, 3. Juni 2009
Montag, 25. Mai 2009
Entscheidungsproblem
Entscheidungsprobleme können einen doch manchmal echt zum Wahnsinn treiben: http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/china_selbstmoerder__1.2610724.html
An sonsten gehts mir gut, beschäftige mich vorwiegend mit Entscheidungsproblemen anderer Natur, falls sich jemand wirklich grundlos ernsthaft sorgen gemacht haben sollte :)
Und morgen kommt der Sommer (diesmal aber wirklich!!), yippeee
So kurz und gut, bis denn
Edit: Leider verweist der Link auf eine andere Seite als gestern, wohl kein statischer Link, und den Artikel von gestern kann ich nicht mehr finden. Nungut, einfach den Post ignorieren ... :(
Edit2: Ok, hab den Artikel gefunden, der Link funktioniert wieder
An sonsten gehts mir gut, beschäftige mich vorwiegend mit Entscheidungsproblemen anderer Natur, falls sich jemand wirklich grundlos ernsthaft sorgen gemacht haben sollte :)
Und morgen kommt der Sommer (diesmal aber wirklich!!), yippeee
So kurz und gut, bis denn
Edit: Leider verweist der Link auf eine andere Seite als gestern, wohl kein statischer Link, und den Artikel von gestern kann ich nicht mehr finden. Nungut, einfach den Post ignorieren ... :(
Edit2: Ok, hab den Artikel gefunden, der Link funktioniert wieder
Montag, 11. Mai 2009
День Победы
Am 9. Mai haben wir, versteckt als Deutsche unter mindestens 5000 Milliarden Russen, an der Tverskaja Ulitza den Tag des Sieges [über den Faschismus] gefeiert. Die Kapitulation wird hier am 9. Mai gefeiert, aus zeitverschiebungstechnischen Gründen glaube! ich.
Die eigentlichen Feierlichkeiten fanden Samstag morgen um 10 Uhr statt, jedoch nicht bei uns, sondern 3 km eintfernt am roten Platz. Dort kam man jedoch nur rein, wenn man entweder Putin kannte, kennt, oder ihn kennen wird, Medwedjew kennt, ihn kennen wird, oder ihn früher schon kannte. Sprich: Hunde müssen da leider draußen bleiben. So standen wir also 1 1/2 Stunden an der Tverskaja und warteten Sonnendurchtränkt auf den Siegesmarsch der Russen. Nunja ... was soll man sagen, fing schon alles ziemlich beeindruckend an. Zuerst gab es eine gewaltige Flugshow direkt über unseren Köpfen, danach zogen die Panzer ein. Nach 10 Minuten kam es jedoch zu einem Stau und so standen 10 Panzer und 500 Polizisten umringt von 50000 Menschen mit 100000000 Fotoapparaten in der Sonne und starrten den Stau an. Als sich der Stau nach 30 Minuten und 500 Fotos im Stile "Ich, mein Sohn und der Panzer" später auflöste, kam auch schon die ernüchterung. Statt eines weiteren beeindruckenden Aufmarsches von Kriegsmaschinerie fuhr das orangene Heer der Straßenreinigung hinterher und putzte die Ölflecken von der Straße. Nunja, hatte es schon etwas "größer" erwartet.
Dafür wurden wir abends mit einem gewaltigen Feuerwerk am dunkelblauen, 20° warmen Abendhimmel entlohnt :)
So einfach ist das manchmal mit der Volksbefriedigung.
Was soll man sagen, schaut euch einfach die Bilder an.
С днём победы!
Hier nochmal die Parade im Fernsehen:
und hier das abendliche Feuerwerk:
und hier meine Eindrücke direkt vom CMOS erst aufs Magnet dann übers Netz, zu euch:
![]() |
| День Победы |
Montag, 4. Mai 2009
Конная Милиция
2. denke ich daher: "ein Grund mehr, mal wieder was Kleines zu schreiben!"
Mein Theme heute: Pferde!
In Russland laufen mir Pferde doch öfter über den Weg, als ich gedacht hätte. Dazu 2 kleine Anekdoten.
Die erste spielte sich um 6 Uhr Nachts ab. Nach einer harten Partynacht *gg*, waren Friedhelm, Julia und ich auf dem Weg nach Hause. Leider war die Metro noch nicht offen. So standen wir also mitten im Stadtzentrum, am Nachttreffpunkt Nummer 1 in Moskau: An der Metrostation Чыстые Пруды (Chistij Prudij, siehe Bild), bereit zum warten auf unsere Metro.
Kurzentschlossen gingen wir, um uns die Zeit zu vertreiben und uns noch etwas zu stärken, in den Produktij um die Ecke (Späti). Kaum hatten wir den Laden wieder verlassen, fingen wir plötzlich an zu lachen. 2 Pferde tauchten aus der Metro auf und blieben direkt neben uns stehen. Ihre Reiter schienen ziemlich angetrunken zu sein, und auf die Frage "was es denn auf dem Pferd von hier bis zur Universität" kostet, meinte der nicht ganz so besoffene Reiter nur freundlich: "100 Rubel". Nunja, erstaunt über diese unerwartete Antwort haben wir kurz nachgedacht, und uns dann doch dagegenentschieden (mit einem besoffenen Reiter auf einem hoffentlich nüchternem Pferd früh morgens im Nochdunkel eine Stunde nach Hause zu reiten schien mir im Abgang doch etwas langwierig). Nunja, so zogen sie besoffen weiter ihren weg durch die nochnächtliche Stadt. Warum sie dort langritten und wie sie dort hinkamen, wieviel sie getrunken hatten und ob besoffen Reiten in Russland der einzig legale Weg neben dem Taxi ist, nachts bequem nach Hause zu kommen, weiß keiner. Ich finde folgende Antwort fasst es ganz gut zusammen: Russland
Soviel zur ersten Anekdote
Die 2. ist nicht weniger Märchenhaft (ja, so euphemistisch würd ich die Geschehnisse hier manchmal betrachten).
Eines Sonntages saßen wir, ziemlich früh und dann aber auch noch ziemlich lange, im Wald. Es gab Saschlik vom Grill, Bier und Vodka. Casha hatte Geburtstag. Wir speißten und tranken, wie es sich für eine Runde Russen gehört. Die Sonne schien uns durch die Wipfel der Bäume auf die nackte Haut. Entfernt hörte man das rege Treiben das anliegenden Parks wie ein fernes Jahrmarktrauschen. Plötzlich hieß es nur "Achtung, Milizia, Alkohol verstecken und ruuuuhig". Doch zu spät, sie hatten uns entdeckt. Da schau ma einer an: Durch den nachmittaglichen Sommerwald wanderten doch tatsächlich 2 Polizisten. Und um das Märchen perfekt zu machen, kamen sie nicht einfach durch das dickicht gelaufen, nein sie ritten! Edle Ritter in Uniform, man man man, die Sonne und das Bier machten die Illusion perfekt
Auch sie lachten, schienen ihren Job kurzzeitig gegen unsere Freizeit eintauschen zu wollen, und ließen uns dann mit einem "Do svidanija" in Frieden. So ziehen sie sicher noch heute durch den Wald, immer auf der Suche nach dem gemeinen Waldpenner, der ihnen doch solche Kopfschmerzen bereitete.
Soviel zu meinen 2 kleinen Pferdeerlebnissen. Das waren die besten Pferde die ich bisher gesehen habe.
So, jetzt gehts erstmal raus in die Sonne :) 25° ich komme ...
p.s. ich bleib wohl noch etwas länger hier, Juli ist sicher, August mal schaun. Freu mich einfach so krass auf den Sommer hier :) Bitte nicht meckern, vorbeikommen!
Quellen: http://turizm.lib.ru/img/n/nowak_a_w/boneleg/stancija_metro_chistye_prudy_nochxju.jpg, http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/44381000/jpg/_44381436_moscow.jpg
Mittwoch, 15. April 2009
Feiern gehn
So, wie versprochen: Johann hat seine Fotos nun für alle freigegeben!
Die Fotos sind von den letzten beiden Wochenenden, wenn ich mich recht erinnere :)
Da nicht ich sondern Goldstück Johann die Fotos hochgeladen hat und ich daher auch keinerlei Rechte besitze, sie zu betitulieren, er jedoch offenbar zu Faul ist (er begründet es sicher mit der Aussage: "Lass sie selber reden, ey!"), gibt es hier nun eine kleine in-sich chronologische Zusammenfassung der Fotoalben. Zu benutzen für ein besseres Verständis des dargestellten.
Achso nochwas: die Fotos sind nicht "aussortiert" und die Qualität hat sich daher verständlicherweise in einem Missverhältnis zur Quantität positioniert.
Das erste Album (chronologisch das 2.) mit dem vielversprechenden Namen "Er muss sich nur eben den Brechreiz wegmeditieren" (... was in der Tat geklappt zu haben scheint) entstand vorwiegend während des nächtlichen Aufenthalts bei der Desiree, wo wir in einer munteren Runde von Russen, Deutschen, Tschechen und, wenn ich mich richtig erinnere, Schweden beisammensaßen:)
Davor und danach sind wir entweder auf dem Weg dorthin oder nach Hause. Zu sehen sind u.a. Park Pobedij (Park des Sieges), Metrostationen, eine Bäckerei, mein tollkühner Eingriff in die Weltwirtschaft, wir bei Desiree, wir auf dem Weg nach hause, Johann irgendwo.
Das 2. Album mit sonderbaren Titel "Konzert-Arvid, Julia" ist eigentlich ein Wochenende vorher angesetzt. Zu sehen ist dort im Groben, wenn ich mich recht entsinne, Johann auf dem Weg zu mir, ich am Telefon, Frau von hinten, MGU, Johan und ich spazieren, wir spazieren, wir spazieren, der Mond, die Metrofahrt mit Friedhelm und Julia zum Jazzkonzert, das Jazz-soul-konzert (wir tauften es "Frau in Rosa" - hat eine super Stimme gehabt, blickte nur immer etwas angestrengt herum), danach fahrt zum Klub "Themu-Bar", Tanzen, Tanzen, Tanzen (House, Techno, _manchmal_ Hiphop)
Insgesamt waren beide Wochenenden ziemlich lang, und aber vor allem wunderbar :)
Das war's schon wieder, viel Spass beim durchblättern der 10000 Fotos :) Das ein oder andere interessante ist 100% dabei!
Achso:
YEAHH Der Frühling ist da! schon 5 Tage Sonnenschein und kein schnee und heute 15°!!! Ein Traum, ... ein Traum ... ein Traum
Und eh ichs vergesse:
Die Fotos :)

Die Fotos sind von den letzten beiden Wochenenden, wenn ich mich recht erinnere :)
Da nicht ich sondern Goldstück Johann die Fotos hochgeladen hat und ich daher auch keinerlei Rechte besitze, sie zu betitulieren, er jedoch offenbar zu Faul ist (er begründet es sicher mit der Aussage: "Lass sie selber reden, ey!"), gibt es hier nun eine kleine in-sich chronologische Zusammenfassung der Fotoalben. Zu benutzen für ein besseres Verständis des dargestellten.
Achso nochwas: die Fotos sind nicht "aussortiert" und die Qualität hat sich daher verständlicherweise in einem Missverhältnis zur Quantität positioniert.
Das erste Album (chronologisch das 2.) mit dem vielversprechenden Namen "Er muss sich nur eben den Brechreiz wegmeditieren" (... was in der Tat geklappt zu haben scheint) entstand vorwiegend während des nächtlichen Aufenthalts bei der Desiree, wo wir in einer munteren Runde von Russen, Deutschen, Tschechen und, wenn ich mich richtig erinnere, Schweden beisammensaßen:)
Davor und danach sind wir entweder auf dem Weg dorthin oder nach Hause. Zu sehen sind u.a. Park Pobedij (Park des Sieges), Metrostationen, eine Bäckerei, mein tollkühner Eingriff in die Weltwirtschaft, wir bei Desiree, wir auf dem Weg nach hause, Johann irgendwo.
Das 2. Album mit sonderbaren Titel "Konzert-Arvid, Julia" ist eigentlich ein Wochenende vorher angesetzt. Zu sehen ist dort im Groben, wenn ich mich recht entsinne, Johann auf dem Weg zu mir, ich am Telefon, Frau von hinten, MGU, Johan und ich spazieren, wir spazieren, wir spazieren, der Mond, die Metrofahrt mit Friedhelm und Julia zum Jazzkonzert, das Jazz-soul-konzert (wir tauften es "Frau in Rosa" - hat eine super Stimme gehabt, blickte nur immer etwas angestrengt herum), danach fahrt zum Klub "Themu-Bar", Tanzen, Tanzen, Tanzen (House, Techno, _manchmal_ Hiphop)
Insgesamt waren beide Wochenenden ziemlich lang, und aber vor allem wunderbar :)
Das war's schon wieder, viel Spass beim durchblättern der 10000 Fotos :) Das ein oder andere interessante ist 100% dabei!
Achso:
YEAHH Der Frühling ist da! schon 5 Tage Sonnenschein und kein schnee und heute 15°!!! Ein Traum, ... ein Traum ... ein Traum
Und eh ichs vergesse:
Die Fotos :)
Sonntag, 12. April 2009
Donnerstag, 9. April 2009
Frühling
Bin gestern beim ersten "frühlingshaften" Tag ein wenig durch die Stadt spaziert und habe Fotos gemacht. Mit von der Partie waren Julia und Lena.
Hab die Bilder unter die Anderen in mein Album gemischt:
... Bilder vom letzten Freitag gibt es, wenn ich Johanns Bilder hab, ick hab nämlich keine Aufgenommen...
Hab die Bilder unter die Anderen in mein Album gemischt:
| Von Moskau2009 |
... Bilder vom letzten Freitag gibt es, wenn ich Johanns Bilder hab, ick hab nämlich keine Aufgenommen...
Matt på knockout
Mal was aus vormoskauer Zeit. Hab gerade mal ego-googlen betrieben und auch gleich dieses lustige Bild gefunden. Das passiert wenn man einmal mit Sebbo zum Schachboxtraining geht ...
Den ganzen Artikel auf schwedisch gibt es hier. *rofl*
... auch wenns da nicht so aussieht, ich hab ihn richtig fertig gemacht ;)
Mittwoch, 1. April 2009
Bin ich ein Nazi?
Seltsam, seltsam in was man manchmal so reingerät. Keine Angst, ich bin doch hier immernoch weit entfernt davon, ein Nazi zu sein. Trotz allem habe ich mich doch gestern in die Rolle eine Nazis versetzt, und Befehle und schreckliche Nachrichten überbracht.
Zur Klärung der ganzen Sache: Olga wurde bei sich an der Fakultät von einer Professorin angefragt, ob sie nicht ein paar Deutsche kenne, die für einen russischen Film ein bisschen Synchronisieren könnten. Gerade erst gefragt, saßen Johann, Friedhelm und ich auch schon im Filmstudio, genauer im Tonstudio, ganz im Norden Moskaus (ahhh, genitiv :). Olga hatte vorher alles betrachtet und sichergestellt, das es sich auch um keinen Schabernack handelte. Am Anfang hieß es noch, wir sollten Hitler synchronisieren, dieser wurde jedoch dann von seinem russischen Schauspieler nach derbstem Stimmtraining selbst gespielt (naja, hört sich bisher noch nicht so gut an finde ich, aber ist ja nicht mein Film ...). Die Szenen, die wir dann zu Synchronisieren hatten, waren also eher aus kurzen Befehlen (wie sollte es auch anders sein) und dem überbringen von schrecklichen Nachrichten zusammengesetzt. ("Verbindung zum Flugzeug unterbrochen, Absturz angenommen" oder "Fass, Los!", "Halt", "Aufstehen"). Da es jedoch alles Lippensynchron sein musste, dauerten so 2-3 Sätze in a row schonmal 15-20 Minuten. Wir sind ja auch keine Profis. Die russischen "Vorlagen" (Sie hatten es schon selbst etwas Amateurhaft ins Deutsche übersetzt) der Befehle waren teilweise schon sehr merkwürdig ("Hey ihr, zu aufgestehen!"). Leider konnte von uns fahnenflüchtigen Deutschen auch Keiner den exakten Armeebefehlsjargon, da wir allesamt nicht beim BUND waren. Naja es war denen wohl auch nicht so wichtig exakt zu sein, daher haben wir uns uns einfach auf unser Gefühl verlassen.
Am meisten Spaß gemacht hat eine kleine Massenszene am Flughafen, in der wir ungefähr 3 Minuten "Hintergrundsoldaten" sprechen sollten. Naja, worüber unterhalten sich Soldaten, kein Plan. Aber wahrscheinlich über Krieg, Dienst, Bier, Feiern, Frauen, Frauen, Frauen und Frauen. Das haben wir dann auch getan. Jedoch viel es uns ziemlich schwer 3 Minuten ohne gesichtsverzerrende Lachkrämpfe auszkommen, die durch Kommentare wie den des Soldaten Friedhelm, das es ihn ja ankotzt "Das hier ja auch garnicht die Sonne scheint, alter!" (Es handelte sich um eine stark verregnete, neblige Mitternachtszene auf irgendeinem deutschen Flughafen <= 1945) hervorgerufen wurden.
Naja, zum Ende waren wir doch fast 4 Stunden mit synchronisieren beschäftigt, haben 500 Rubel bekommen und davon gleich alles wieder in Jolki Palki (ziemlich teuer, dafür aber auch kleine Portionen, sind aber satt geworden, hat gut geschmeckt) verprasst.
Schon lustig was man so erlebt, hoffen wir mal das unsere synchronisierten Darsteller super berühmt werden mit diesem Film, und wir sie dann immer Synchronisieren können :) Man sollte sich doch immer einen Viertberuf offen halten.
Achso, noch kurz zum Film, auch wenn sie uns nicht viel verraten wollten: Der Film handelt natürlich vom 2. Weltkrieg, wie wohl unschwer zu merken war, wird fürs Fernsehen gedreht, mit Stalin und Hitler und anderen Kriegsherren in den Hauptrollen und kommt am 9. Mai (tadaa) ins russische Prime Time TV (Kanal kein Plan, irgendwas staatliches), wann genau erfahren wir noch. Ich bin jedenfalls schonmal gespannt darauf meine Stimme im russischen Fernsehen zu hören ...
Achso, das war KEIN Aprilscherz, den hab ich leider schon verpeilt ... (Nein, mein Wohnheim ist doch nicht Eingestürzt ;)
Zur Klärung der ganzen Sache: Olga wurde bei sich an der Fakultät von einer Professorin angefragt, ob sie nicht ein paar Deutsche kenne, die für einen russischen Film ein bisschen Synchronisieren könnten. Gerade erst gefragt, saßen Johann, Friedhelm und ich auch schon im Filmstudio, genauer im Tonstudio, ganz im Norden Moskaus (ahhh, genitiv :). Olga hatte vorher alles betrachtet und sichergestellt, das es sich auch um keinen Schabernack handelte. Am Anfang hieß es noch, wir sollten Hitler synchronisieren, dieser wurde jedoch dann von seinem russischen Schauspieler nach derbstem Stimmtraining selbst gespielt (naja, hört sich bisher noch nicht so gut an finde ich, aber ist ja nicht mein Film ...). Die Szenen, die wir dann zu Synchronisieren hatten, waren also eher aus kurzen Befehlen (wie sollte es auch anders sein) und dem überbringen von schrecklichen Nachrichten zusammengesetzt. ("Verbindung zum Flugzeug unterbrochen, Absturz angenommen" oder "Fass, Los!", "Halt", "Aufstehen"). Da es jedoch alles Lippensynchron sein musste, dauerten so 2-3 Sätze in a row schonmal 15-20 Minuten. Wir sind ja auch keine Profis. Die russischen "Vorlagen" (Sie hatten es schon selbst etwas Amateurhaft ins Deutsche übersetzt) der Befehle waren teilweise schon sehr merkwürdig ("Hey ihr, zu aufgestehen!"). Leider konnte von uns fahnenflüchtigen Deutschen auch Keiner den exakten Armeebefehlsjargon, da wir allesamt nicht beim BUND waren. Naja es war denen wohl auch nicht so wichtig exakt zu sein, daher haben wir uns uns einfach auf unser Gefühl verlassen.
Am meisten Spaß gemacht hat eine kleine Massenszene am Flughafen, in der wir ungefähr 3 Minuten "Hintergrundsoldaten" sprechen sollten. Naja, worüber unterhalten sich Soldaten, kein Plan. Aber wahrscheinlich über Krieg, Dienst, Bier, Feiern, Frauen, Frauen, Frauen und Frauen. Das haben wir dann auch getan. Jedoch viel es uns ziemlich schwer 3 Minuten ohne gesichtsverzerrende Lachkrämpfe auszkommen, die durch Kommentare wie den des Soldaten Friedhelm, das es ihn ja ankotzt "Das hier ja auch garnicht die Sonne scheint, alter!" (Es handelte sich um eine stark verregnete, neblige Mitternachtszene auf irgendeinem deutschen Flughafen <= 1945) hervorgerufen wurden.
Naja, zum Ende waren wir doch fast 4 Stunden mit synchronisieren beschäftigt, haben 500 Rubel bekommen und davon gleich alles wieder in Jolki Palki (ziemlich teuer, dafür aber auch kleine Portionen, sind aber satt geworden, hat gut geschmeckt) verprasst.
Schon lustig was man so erlebt, hoffen wir mal das unsere synchronisierten Darsteller super berühmt werden mit diesem Film, und wir sie dann immer Synchronisieren können :) Man sollte sich doch immer einen Viertberuf offen halten.
Achso, noch kurz zum Film, auch wenn sie uns nicht viel verraten wollten: Der Film handelt natürlich vom 2. Weltkrieg, wie wohl unschwer zu merken war, wird fürs Fernsehen gedreht, mit Stalin und Hitler und anderen Kriegsherren in den Hauptrollen und kommt am 9. Mai (tadaa) ins russische Prime Time TV (Kanal kein Plan, irgendwas staatliches), wann genau erfahren wir noch. Ich bin jedenfalls schonmal gespannt darauf meine Stimme im russischen Fernsehen zu hören ...
Achso, das war KEIN Aprilscherz, den hab ich leider schon verpeilt ... (Nein, mein Wohnheim ist doch nicht Eingestürzt ;)
Fußball, Selbstdiagnose, Polyklinik
Vor 2 2/7 Wochen habe ich mir beim Fußballspielen mit Botschaftsmenschen irgendwas an der Rippe getan, besser gesagt der Botschafter (Überspitzt) hat mir einen Ellenbogen in die Brust gerammt. Hat kurz ziemlich doll wehgetan, dann während des Spielens eher weniger, am nächsten Morgen jedoch wieder etwas mehr. Nunja, Mama Arzt, Opa Arzt, Oma Arzt, Tante Arzt, Schwester bald Arzt, Cousine bald Arzt. Was liegt da näher als eine Ferndiagnose.
Ich also kurzerhand los, um mir ein Röntgenbild zu besorgen. Auf der Webseite der deutschen Botschaft wird leider nur das European Medical Centre und das American Medical Centre erwähnt, was jedoch Notaufnahmen sind und mich, einem Anruf dorthin, erstmal 180€ für ein Röntgenbild gekostet hätte. Zu viel.
Kurzentschlossen bin ich also mit meinen letzten 1000 Rubel (die Bankautomaten funktionieren hier nur manchmal) los in die Polyklinik gleich um die Ecke.
Nach 3 Tage Bürokratie, Sprachproblemen und langem Warten halte ich sie nun für ganze 15€ (1x allgemeinmediziner 3€, 1x chirurg 2€, 1x röntgen 10€) in den Händen und habe sie gleich-mal aufgehangen: Meine Röntgenbildtrophähe!!
Sieht doch alles in Ordnung aus. Was ist nur dieser Knoten auf der 7. Rippe? Krebs oder Prellung, das ist hier die Frage :)
Achso, Lokalisation (von mir erstellt) ist linke Seite von der Brustwarze aus ca. 4-10 cm nach Süden.
Nun liebe Ferndiagnosten, legt los! (Diagnosen am besten über die Kommentarfunktion, anmelden muss man sich nicht mehr ...)
p.s. die Schmerzen sind schon schwächer geworden, lässt also langsam nach, habe diese Woche auch mal vollkommen auf Sport verzichtet. Nächste Woche mach ich aber wieder weiter, ich muss, denn das russische Essen greift bereits an!!
Ich also kurzerhand los, um mir ein Röntgenbild zu besorgen. Auf der Webseite der deutschen Botschaft wird leider nur das European Medical Centre und das American Medical Centre erwähnt, was jedoch Notaufnahmen sind und mich, einem Anruf dorthin, erstmal 180€ für ein Röntgenbild gekostet hätte. Zu viel.
Kurzentschlossen bin ich also mit meinen letzten 1000 Rubel (die Bankautomaten funktionieren hier nur manchmal) los in die Polyklinik gleich um die Ecke.
Nach 3 Tage Bürokratie, Sprachproblemen und langem Warten halte ich sie nun für ganze 15€ (1x allgemeinmediziner 3€, 1x chirurg 2€, 1x röntgen 10€) in den Händen und habe sie gleich-mal aufgehangen: Meine Röntgenbildtrophähe!!
Sieht doch alles in Ordnung aus. Was ist nur dieser Knoten auf der 7. Rippe? Krebs oder Prellung, das ist hier die Frage :)
Achso, Lokalisation (von mir erstellt) ist linke Seite von der Brustwarze aus ca. 4-10 cm nach Süden.
Nun liebe Ferndiagnosten, legt los! (Diagnosen am besten über die Kommentarfunktion, anmelden muss man sich nicht mehr ...)
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| Rippenprellung 2009 |
p.s. die Schmerzen sind schon schwächer geworden, lässt also langsam nach, habe diese Woche auch mal vollkommen auf Sport verzichtet. Nächste Woche mach ich aber wieder weiter, ich muss, denn das russische Essen greift bereits an!!
Sonntag, 22. März 2009
Frühling
Für die visuellen: Nochmal ein kleines Filmchen. Komme hier einfach nicht dazu meine Kamera zu nutzen, es ist mir einfach zu gefährlich sie zu verlieren, da ich ja noch ein Projekt durchzuführen habe :)
Nunja, daher ein kleines Filmchen ausm Wohnheim. Hatte gerade meinen "Mittagschlaf" beendet und ein Blick aus dem Fenster geworfen, da wollte ich das einfach Filmen. Der Winter hält sich doch immer hartnäckiger als gedacht. Auch der Rückweg vom Fussball wäre, trotz viel Sonne, ohne Jacke Jacke Handschuh Hanschuh Mütze Kaputze eine Qual gewesen :)
.. Film ab, poexali!
Nunja, daher ein kleines Filmchen ausm Wohnheim. Hatte gerade meinen "Mittagschlaf" beendet und ein Blick aus dem Fenster geworfen, da wollte ich das einfach Filmen. Der Winter hält sich doch immer hartnäckiger als gedacht. Auch der Rückweg vom Fussball wäre, trotz viel Sonne, ohne Jacke Jacke Handschuh Hanschuh Mütze Kaputze eine Qual gewesen :)
.. Film ab, poexali!
Donnerstag, ... Kuschat'
Was folgt ist mal ein kleiner nicht realchronologischer (ey, wie soll ich mich an das alles erinnern!??) Bericht des vom vergangenen Donnerstag. Passiert ist alles, allein die Reihenfolge mag variiert sein:) Aber so gibts trotzdem mal einen kleinen Enblick ins alltägliche Wohnheimleben ...
Während ich den Nachmittag noch in Ruhe damit verbracht habe, eine aus dem Englischen ins Russische übersetzte Ausgabe des Buches „Software Engineering“ [Booch G. Object-oriented analysis and design with applications] zu studieren (nunja … Vokabeln, Vokabeln, Vokabeln … denkste „Fachwörter Englisch == Fachwörter Russisch, aber nix da), fiel es mir zum anbrechenden Abend hin leider immer schwerer meine Konzentration aufrechtzuerhalten, da mich mein doch irgendwie schon vorhandenes ADetwaS dazu zwang den verlockenden Geräuschen auf dem Flur nachzugehen. Kaum geschaut befand ich mich kurz darauf auch schon einen Flur weiter in Zimmer 647, beim Alekseij, ein etwas merkwürdiger, also normaler Franzose. Nunja, nach 2 Bier in gesellschaft des Franzosen und 2 Russen aus der 17 Etazhe hab ich mich dann kurz verabschiedet um mit Olga zu kochen, die gerade aufgeregt an ihrem für Freitag angesetzten Vortrag arbeitete und dadurch und auch natürlicherweise etwas von Hunger geplagt war.
Nunja, schnell eine Dose Jaguar umgefüllt (wie schonmal gesagt, Alkohol ist ja hier komplett „verboten“. Snachit: Alkohol trinken wir im Wohnheim aus PEPSI-Flaschen oder aus Tüten. Beim ersten Mal aus der Tüte trinken kam mir dann auch ma gleich der Gedanke „Ey .. .in den USA! Das ist ja Leben wie im russischen Wohnheim“), dann ab in die Küche, bei laufendem „Radio Dacha“ (98.5 kHz Mockba) Pelmeni (600g) gekocht (5 min), gebuttert und angebraten (4 min), Smetana draufgepackt (300g) und verputzt. Klassisch. Nichts gegen die eintretende Müdigkeit einzuwenden legte ich mich glatt ins Bett und schlummerte erstmal bis ca um 23 Uhr aufm Divan im Zimmer.
Wieder geweckt wurde ich allein durch den Wunsch, nur bis 23 Uhr zu schlafen (klappt in letzter Zeit echt gut, das mit dem mentalen Wecker, nur morgens krieg ichs nicht hin :) Wieder den Kopf auf den Flur gesteckt traf ich auch gleich auf Alekseij, der offenbar den ganzen Tag auf dem Flur rumrennt und nach „Vecherimkis“ (Partys) sucht. Nun, wenn er keine findet, dann macht er eben selber eine auf. Und läd einfach alle ein. Mich halt auch gleich wieder. Ab zu ihm ins Zimmer, wo noch immer die 2 Russen saßen und doch inzwischen auch schon etwas angetrunkener ne Tütensuppe und Bier veschlangen. Apropos Essen im Wohnheim: Da muss ich mal nen kleinen Einschub machen:
Die Mensa schließt um 19:45. Danach ist Kochen angesagt. Der MGU-Eigene Laden unterm Wohnheim (in Badelatschen zu erreichen) hat bis 01:00 auf. Die Küche in unserer Etage offiziell bis 24:00, inoffiziell oft bis 1 oder 2. Wem das nicht reicht, der kann später immernoch selbst in der Wohnheimsküche im 8. Stock kochen (auch in <2 min in Badelatschen zu erreichen). Nun, wem das zu stressig ist dem ist auch noch geholfen. Einerseits kann man einfach übers Internetportal kleinigkeiten zu essen bestellen (weiß nicht wie lange) www.studenmarket.ru oder noch angenehmer einfach den hauseigenen Lieferservice rufen (Pizza, Pasta, Salate, kein! Alkohol aber sehr nette Leute, spiele jetzt mit dem einen immer Fußball =). Leider liefert der Service keine Zigaretten und kein Alkohol. Entweder tut man sich also den weiten Weg zur Metro an, wo man auf jeden fall immer alles bekommt (hin und zurück aber sicher >= 40 Minuten). Oder viel besser, einfacher und gemütlicher: Man Telefoniert einfach mit den „Lieferchinesen“. Die haben offenbar an einem unbekannten Ort (wahrscheinlich ihr Kühlschrank) einen kleinen Vorrat an Bier, Vodka und vor allem Zigaretten [Alles mit 5 Rubel aufschlag [12 cent]…]. Warmes essen liefern sie auch. Natürlich direkt aufs Zimmer, versteht sich. Manchmal hängt an den schwarzen Brettern sogar ein Zettel mit dem Menü und, viel wichtiger, der Telefonnummer aus, solange bis der Erste ihn entdeckt hat und an sich gerissen hat. Naja, wie ihr seht ist hier rund um die Uhr für alles gesorgt. Nicht China, aber Russland. Arbeitskraft kostet hier mal einfach nix, ist aber viel! wert. Was wäre Russland ohne Gastarbeiter …
Äääh wo war ich … ja genau bei Alekseij: Spektakuläres ist nicht mehr passiert. Wir saßen also noch ne Weile zusammen und haben gequatscht. Um 3 Uhr ca. sind wir dann auf dem Weg zum Rauchen über einen wie immer total übermüdeten Orxana (Sicherheitsdienst, arbeiten hier 2 Wochen lang 20 Stunden am Tag …) gestoßen, der bei uns auf dem Flur Wache schiebt. Zigarette, Essen und Bier hat er jedenfalls tapfer abgelehnt ist dann aber trotzdem mit uns kurz rausgekommen mit zum Rauchen, is aber auch öde da den ganzen Tag aufm Flur, verständlich. Da haben wir uns gleich mal mit ihm angefreundet. Nunja. Später mehr, kein Bock mehr ;)
Während ich den Nachmittag noch in Ruhe damit verbracht habe, eine aus dem Englischen ins Russische übersetzte Ausgabe des Buches „Software Engineering“ [Booch G. Object-oriented analysis and design with applications] zu studieren (nunja … Vokabeln, Vokabeln, Vokabeln … denkste „Fachwörter Englisch == Fachwörter Russisch, aber nix da), fiel es mir zum anbrechenden Abend hin leider immer schwerer meine Konzentration aufrechtzuerhalten, da mich mein doch irgendwie schon vorhandenes ADetwaS dazu zwang den verlockenden Geräuschen auf dem Flur nachzugehen. Kaum geschaut befand ich mich kurz darauf auch schon einen Flur weiter in Zimmer 647, beim Alekseij, ein etwas merkwürdiger, also normaler Franzose. Nunja, nach 2 Bier in gesellschaft des Franzosen und 2 Russen aus der 17 Etazhe hab ich mich dann kurz verabschiedet um mit Olga zu kochen, die gerade aufgeregt an ihrem für Freitag angesetzten Vortrag arbeitete und dadurch und auch natürlicherweise etwas von Hunger geplagt war.
Nunja, schnell eine Dose Jaguar umgefüllt (wie schonmal gesagt, Alkohol ist ja hier komplett „verboten“. Snachit: Alkohol trinken wir im Wohnheim aus PEPSI-Flaschen oder aus Tüten. Beim ersten Mal aus der Tüte trinken kam mir dann auch ma gleich der Gedanke „Ey .. .in den USA! Das ist ja Leben wie im russischen Wohnheim“), dann ab in die Küche, bei laufendem „Radio Dacha“ (98.5 kHz Mockba) Pelmeni (600g) gekocht (5 min), gebuttert und angebraten (4 min), Smetana draufgepackt (300g) und verputzt. Klassisch. Nichts gegen die eintretende Müdigkeit einzuwenden legte ich mich glatt ins Bett und schlummerte erstmal bis ca um 23 Uhr aufm Divan im Zimmer.
Wieder geweckt wurde ich allein durch den Wunsch, nur bis 23 Uhr zu schlafen (klappt in letzter Zeit echt gut, das mit dem mentalen Wecker, nur morgens krieg ichs nicht hin :) Wieder den Kopf auf den Flur gesteckt traf ich auch gleich auf Alekseij, der offenbar den ganzen Tag auf dem Flur rumrennt und nach „Vecherimkis“ (Partys) sucht. Nun, wenn er keine findet, dann macht er eben selber eine auf. Und läd einfach alle ein. Mich halt auch gleich wieder. Ab zu ihm ins Zimmer, wo noch immer die 2 Russen saßen und doch inzwischen auch schon etwas angetrunkener ne Tütensuppe und Bier veschlangen. Apropos Essen im Wohnheim: Da muss ich mal nen kleinen Einschub machen:
Die Mensa schließt um 19:45. Danach ist Kochen angesagt. Der MGU-Eigene Laden unterm Wohnheim (in Badelatschen zu erreichen) hat bis 01:00 auf. Die Küche in unserer Etage offiziell bis 24:00, inoffiziell oft bis 1 oder 2. Wem das nicht reicht, der kann später immernoch selbst in der Wohnheimsküche im 8. Stock kochen (auch in <2 min in Badelatschen zu erreichen). Nun, wem das zu stressig ist dem ist auch noch geholfen. Einerseits kann man einfach übers Internetportal kleinigkeiten zu essen bestellen (weiß nicht wie lange) www.studenmarket.ru oder noch angenehmer einfach den hauseigenen Lieferservice rufen (Pizza, Pasta, Salate, kein! Alkohol aber sehr nette Leute, spiele jetzt mit dem einen immer Fußball =). Leider liefert der Service keine Zigaretten und kein Alkohol. Entweder tut man sich also den weiten Weg zur Metro an, wo man auf jeden fall immer alles bekommt (hin und zurück aber sicher >= 40 Minuten). Oder viel besser, einfacher und gemütlicher: Man Telefoniert einfach mit den „Lieferchinesen“. Die haben offenbar an einem unbekannten Ort (wahrscheinlich ihr Kühlschrank) einen kleinen Vorrat an Bier, Vodka und vor allem Zigaretten [Alles mit 5 Rubel aufschlag [12 cent]…]. Warmes essen liefern sie auch. Natürlich direkt aufs Zimmer, versteht sich. Manchmal hängt an den schwarzen Brettern sogar ein Zettel mit dem Menü und, viel wichtiger, der Telefonnummer aus, solange bis der Erste ihn entdeckt hat und an sich gerissen hat. Naja, wie ihr seht ist hier rund um die Uhr für alles gesorgt. Nicht China, aber Russland. Arbeitskraft kostet hier mal einfach nix, ist aber viel! wert. Was wäre Russland ohne Gastarbeiter …
Äääh wo war ich … ja genau bei Alekseij: Spektakuläres ist nicht mehr passiert. Wir saßen also noch ne Weile zusammen und haben gequatscht. Um 3 Uhr ca. sind wir dann auf dem Weg zum Rauchen über einen wie immer total übermüdeten Orxana (Sicherheitsdienst, arbeiten hier 2 Wochen lang 20 Stunden am Tag …) gestoßen, der bei uns auf dem Flur Wache schiebt. Zigarette, Essen und Bier hat er jedenfalls tapfer abgelehnt ist dann aber trotzdem mit uns kurz rausgekommen mit zum Rauchen, is aber auch öde da den ganzen Tag aufm Flur, verständlich. Da haben wir uns gleich mal mit ihm angefreundet. Nunja. Später mehr, kein Bock mehr ;)
Donnerstag, 19. März 2009
Kommentare ...
Auf vielfach geäußerten Wunsch (Baschtl hat gefragt) hab ich mal die Kommentarfunktion für alle aktiviert, also auch ohne Anmeldung ist's jetzt möglich kommentare zu hinterlassen. Auf auf ihr, Spambots, findet mich!! :)
Nu muss ick aber los zum Jeansteam-Konzert (mal schaun wie das is)
Nu muss ick aber los zum Jeansteam-Konzert (mal schaun wie das is)
Sonntag, 15. März 2009
Sonntag...
Sonntage haben schon was für sich. Bei mir äußert es sich meistens in einem ziemlich melancholischen, bettlägrigem , Depritag. Kein Bock, nachdenklich, dröge drauf.
Jan Delay spricht mir aus der Seele, wie ich mich an einem Sonntag so fühle. Im Speziellen diesen Sonntag. #
Gestern, Samstag, auf Party, Party war naja ... Stimmung war so naja, erste Metro um 0600, wunsch nach hause um 0400. mit sonnenaufgang ins bett. geschlafen bis eben. mit Sonnenuntergang ausm bett, frühstück gegessen, zigarette geraucht, wieder ins bett gegangen ...
Muss auch mal sein, so ein Tag, gerade Sonntags scheint wie geschaffen dafür.
Hab meine melancholische Stimmung gleich mal genutzt, und was gemalt.
Das tut gut, ooh ja
... so ich häng mal weiter durch :|
Jan Delay spricht mir aus der Seele, wie ich mich an einem Sonntag so fühle. Im Speziellen diesen Sonntag. #
Gestern, Samstag, auf Party, Party war naja ... Stimmung war so naja, erste Metro um 0600, wunsch nach hause um 0400. mit sonnenaufgang ins bett. geschlafen bis eben. mit Sonnenuntergang ausm bett, frühstück gegessen, zigarette geraucht, wieder ins bett gegangen ...
Muss auch mal sein, so ein Tag, gerade Sonntags scheint wie geschaffen dafür.
Hab meine melancholische Stimmung gleich mal genutzt, und was gemalt.
Das tut gut, ooh ja
| Von Moskau 2009 Divers |
... so ich häng mal weiter durch :|
Freitag, 13. März 2009
Mal dem Geiste was ...
Für alle die sich schon um meine geistige, vielleicht aber auch um meine körperliche Verfassung sorgen gemacht haben: Ich bin nicht _nur_ am trinken!
Leider habe ich heute auf Grund von Unaufmerksamkeit meine Vorlesung im Kopf auf 18:20 gelegt, um dann 17:55 beim nochmaligen Nachschauen im Vorlesungverzeichnis festzustellen, das sie bereits 16:20 angefangen hat. Nunja was mach ich mit der freien Zeit? Nun, ein Stundenplan erstellen, damit mir das nicht nochmal passiert (hatte mich schon auf die künstliche Intelligenz Vorlesung gefreut ... ).
Ich weiß der Plan sieht noch etwas leer aus, ist es aber auch!
Nächste Woche Mittwoch hab ich dann endlich meinen Spracheinstufungsstest (den man eigentlich noch fast am ersten Tag mit auf den Weg bekommt) und dann gehts auch ab ins Sprachenzentrum. So ist die Woche dann schon fast wieder voll :)
Andererweise stört mich das kaum, denn glücklicherweise macht mir nur so das Feiern richtig Spass!
Denn: Das Verhältnis von Nervenzellen, die mit dem "Verarbeiten" von Alkohol und den durch Alkohol entstandenen feierlichen Eindrücken beschäftigt sind muss bei mir in einem gut ausgeglichenem Verhältnis zu den Gehirnzellen stehen, die sich stets voll und ganz dem "Verarbeiten" von wissenschaftlich qualifiziertem akademisch fundiertem Wissen widmen.
Denn: Sonst kippt erst das Wohlbefinden und dann der Arvid!
achso ... der Studenplan [Расписание/Raspisanije]
Leider habe ich heute auf Grund von Unaufmerksamkeit meine Vorlesung im Kopf auf 18:20 gelegt, um dann 17:55 beim nochmaligen Nachschauen im Vorlesungverzeichnis festzustellen, das sie bereits 16:20 angefangen hat. Nunja was mach ich mit der freien Zeit? Nun, ein Stundenplan erstellen, damit mir das nicht nochmal passiert (hatte mich schon auf die künstliche Intelligenz Vorlesung gefreut ... ).
Ich weiß der Plan sieht noch etwas leer aus, ist es aber auch!
Nächste Woche Mittwoch hab ich dann endlich meinen Spracheinstufungsstest (den man eigentlich noch fast am ersten Tag mit auf den Weg bekommt) und dann gehts auch ab ins Sprachenzentrum. So ist die Woche dann schon fast wieder voll :)
Andererweise stört mich das kaum, denn glücklicherweise macht mir nur so das Feiern richtig Spass!
Denn: Das Verhältnis von Nervenzellen, die mit dem "Verarbeiten" von Alkohol und den durch Alkohol entstandenen feierlichen Eindrücken beschäftigt sind muss bei mir in einem gut ausgeglichenem Verhältnis zu den Gehirnzellen stehen, die sich stets voll und ganz dem "Verarbeiten" von wissenschaftlich qualifiziertem akademisch fundiertem Wissen widmen.
Denn: Sonst kippt erst das Wohlbefinden und dann der Arvid!
achso ... der Studenplan [Расписание/Raspisanije]
Donnerstag, 12. März 2009
Yahoo Wetter
Nur was kleines für zwischendurch:
yahoo wetter scheint eine gewisse neue, offenbar nicht funktionierende Technologie für das Messen von Sichtweiten zu benutzen.
"Wovon spricht der typ, ey?" hier: http://de.weather.yahoo.com/RSXX/RSXX0063/index_c.html
Was dort unter "Sichtweite" geschrieben steht, lässt mich trotz vorhandener Nüchternheit schon ziemlich stark an meiner Warnehmung zweifeln.
Ich würde sagen "<1km" ... nunja, Augenarzt ich komme!
yahoo wetter scheint eine gewisse neue, offenbar nicht funktionierende Technologie für das Messen von Sichtweiten zu benutzen.
"Wovon spricht der typ, ey?" hier: http://de.weather.yahoo.com/RSXX/RSXX0063/index_c.html
Was dort unter "Sichtweite" geschrieben steht, lässt mich trotz vorhandener Nüchternheit schon ziemlich stark an meiner Warnehmung zweifeln.
Ich würde sagen "<1km" ... nunja, Augenarzt ich komme!
Dienstag, 10. März 2009
Frauentag, Frauentag und neue Bilder, nicht jedoch vom Frauentag
Hallihallo!
Wenn in Russland ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, dann führt es dazu dass der darauf folgende Montag auch Arbeitsfrei ist. Wunderbare Regelung. Und am 8. März war solch ein Tag, der internationale Frauentag. Der Tag ist einer der wichtigsten Feiertag. Als Mann hat man an diesem Tag einfach nicht ohne Blumen auf der Straße zu erscheinen. Und als Frau gehört es sich den ganzen Tag stolz seine von den liebsten geschenkten Rosen und Nelken durch die gegend zu spazieren. Süß anzuschauen, gerade in der Uni, wo das Alter der Studenten zwischen 17 und 22 liegt.
Jedenfalls führte die angesprochene Feiertagsregelung dazu, dass das Wochenende erst heute zu Ende ging und ich zur Feier des Tages mal noch ein paar Bilder von der Uni und der Umgebung (vor allem der Weg zur Metro und zum Einkaufen) ins Netz gestellt habe: http://picasaweb.google.com/arvidterzi/Moskau2009
So, jetzt gehts erstmal in die Kruschka, lebewohl sagen zur Julia, die morgen wieder ihren Heimweg nach Deutschland antritt. *Schnief* :/
und das beste: Quotenrussen sind auch angekündigt snachit: po russkij pogovorim!!
[Def. Quotenrusse: Während eines vorwiegend von Bildungsausländern veranstalteten Gesprächs- und Trinkzirkels anwesender Russischer Staatsbürger]
Wenn in Russland ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, dann führt es dazu dass der darauf folgende Montag auch Arbeitsfrei ist. Wunderbare Regelung. Und am 8. März war solch ein Tag, der internationale Frauentag. Der Tag ist einer der wichtigsten Feiertag. Als Mann hat man an diesem Tag einfach nicht ohne Blumen auf der Straße zu erscheinen. Und als Frau gehört es sich den ganzen Tag stolz seine von den liebsten geschenkten Rosen und Nelken durch die gegend zu spazieren. Süß anzuschauen, gerade in der Uni, wo das Alter der Studenten zwischen 17 und 22 liegt.
Jedenfalls führte die angesprochene Feiertagsregelung dazu, dass das Wochenende erst heute zu Ende ging und ich zur Feier des Tages mal noch ein paar Bilder von der Uni und der Umgebung (vor allem der Weg zur Metro und zum Einkaufen) ins Netz gestellt habe: http://picasaweb.google.com/arvidterzi/Moskau2009
So, jetzt gehts erstmal in die Kruschka, lebewohl sagen zur Julia, die morgen wieder ihren Heimweg nach Deutschland antritt. *Schnief* :/
und das beste: Quotenrussen sind auch angekündigt snachit: po russkij pogovorim!!
[Def. Quotenrusse: Während eines vorwiegend von Bildungsausländern veranstalteten Gesprächs- und Trinkzirkels anwesender Russischer Staatsbürger]
Freitag, 6. März 2009
JAGUAR

Jaguar oder po-russkij Ягуар! ... ich muss unbedingt darüber schreiben.
Ein spaktakulär merkwürdiges Getränk. Erst sieht es ziemlich "harmlos" aus, wie ein gewöhnlicher Vodka-Energy halt. Doch spätestens wenn man sich die Rückseite durchgelesen hat, denkt man nochmal drüber nach: Zutaten sind Zucker, Wasser, 9% Alkohol, Taurin, Koffein, Mate, Vitam A,B,C,D,E,F, .... + Ex, Ey, Ez (Farbstoffe und konservierungsmittel). Die Nahrungsmittelingenieure von diesem Getränk hatten entweder böses vor oder einfach gar keine Ahnung, als sie sich die Rezeptur auf der Zunge zergehen haben lassen. Schmecken tut es nämlich auch sehr harmlos, wie Traubenzucker mit etwas Wasser.
Nur kurz zur Wirkung einer 0.5 l Jaguardose:
Nach einem Jaguar wird man ziemlich wach, fängt an zu reden wie ein wasserfall und ist gefühlt mit sich und der Welt im reinen, alles ist suuuper. Nach 2 Jaguar fängt der Alkohol an seine bekannte Wirkung zu entfalten, jedoch ist man andererseits gleichzeitig so aufgepuscht durch Mate, Taurin und Koffein und die nicht zu vergessenden gesunden Vitamin, das man vom Verhalten ungefähr einem einem alkoholiker auf koks gleichkommt. Nach 3 oder 4 Jaguar, wenn man es denn schafft da ein Abend mit 2 meistens schon gut bedient ist, kann man den Wunsch zu schlafen beruhigt oder entnerft, je nach dem wie man es so geplant hatte, beiseite legen und sich schon auf die nächsten schlaflosen 12 Stunden einstellen.
Für micht steht jedenfalls fest, die Lebensmittelingenieure in Russland haben das Koks aus der Dose erfunden, zum trinken, für 35 Rubel (0.8€) der halbe Liter.
Was mich in der Ansicht Unterstützt ist einerseits die Erfahrung mit diesem Drink, andererseits die Beschreibung auf der Dosenrückseite. Dort steht doch tatsächlich geschrieben: "ACHTUNG! Alkohol schadet ihrer Gesundheit. Jaguar bitte nur ein Getränk pro SITZUNG". Die Russen sind lustig ... 1x pro "Sitzung". Man will sich ja nicht einschränken, gell?
Wochenende, ich komme :)
Donnerstag, 5. März 2009
www Leningrad
Hier mal ein Lied was mich die letzten Wochen von anfang an begleitet hat.
Super lustig, die Russen drehen total durch wenn das im Club läuft :) Find ich gut.
... so jetzt gibst wieder erstmal Frühstück
Super lustig, die Russen drehen total durch wenn das im Club läuft :) Find ich gut.
... so jetzt gibst wieder erstmal Frühstück
Mittwoch, 4. März 2009
schlaaafen
Unglaublich, aber irgendwie scheint es mir in Moskau einfach nicht zu gelingen meinen Tagesablauf um 2 Stunden nach vorne zu schieben. Heute habe ich es mit Mühe geschafft um 11 aufzustehen, mein Wecker war auf 10 gestellt. Es geht aber auch nicht einfach um 24 Uhr ins Bett zu gehen, denn wenn ich es tue liege ich bis 3 im Bett und lese. Beruhigenderweise geht es hier allen auf dem Flur so, einigen teilweise noch schlimmer als mir. Die einen Faseln irgendetwas von Jetlag, aber ich glaube es ist einfach mal die Moskauer Luft. Der Arbeitstag fängt hier auch meistens erst um 11 ernsthaft an, und hört aber auch schon um 17 Uhr wieder auf. Super Sache, da mach ich mit! Jetzt gibts erstmal Frühstück!
Dienstag, 3. März 2009
erste Bilder, Uni, Moskau
Habe ein Picasa Webalbum eingerichtet. Ist einfacher als das direkt im Blog einzubinden, zumal der Picasa client besser mit meinem schlechten Internet hier klarkommt.
Hier ist die Adresse:
http://picasaweb.google.de/arvidterzi
Hier ist die Adresse:
http://picasaweb.google.de/arvidterzi
Montag, 2. März 2009
Wuhuuu
Hallo Liebe Heimatler!
Wow ... Jahre der Planung sind vergangen, und nun bin ich endlich in Moskau angekommen :)
Heute nehme ich mir mal die Zeit einen kleinen Eintrag für euch zu verfassen, um mal so meine ersten Eindrücke mit euch zu teilen. Ist doch ganz schön viel los hier, positiv, langweilig nie ...
Die Ankunft am Flughafen verlief vollkommen Problemlos. Lebend verlies ich also das Flughafengebäude, wo mich Johann erwartete. Wir hatten es leider verpeilt unsere Nummern auszutauschen, hatten uns also nur "so lala" eine Woche vor meiner Ankunft um ~16 Uhr am Flughafen Vnukovo verabredet. Nun ... hat alles Problemlos geklappt.
So sind wir also zusammen zur MGU (Uni) und haben die ersten bürokratischen Hürden im Hauptgebäude ziemlich entspannt, verbunden mit einigem Warten, gemeistert.
Um ca 19 Uhr waren wir dann zusammen im Wohnheimszimmer. Der erste Eindruck vom Gebäude, vom Zimmer und Moskau war super (Fotos werden, nicht ohne Kommentar, folgen) und da wir es für heute geschafft hatten genehmigten wir uns zur Feier des Tages einen Vodka aus der von LIDL von mir für ihn als "Gastgeschenk" gekauften PUTINOFF-Flasche und rauchten eine Zigarette am Fenster im Zimmer.
Womit wir nicht gerechnet hatten war, dass die Dejurnaja (Mama für alles, gibt es in jedem russischen Wohnheim, Behörde, ... ohne die läuft garnix ...) uns sogleich einen Besuch abstatte und das Zimmer mit großen Augen und den Worten :"aaaa ... wyj uzhe kurite i ... chto eto .. i tozhe pili. nu eto nelsja v komnate" [aaahh ... ihr raucht und trink schon ... nun ... das beides ist im zimmer verboten :)]). Aber war alles halb so schlimm, wir wussten von den Regeln ja noch nix.
So ging dann auch schon mein erster Tag mehr oder weniger zu Ende. Die ganze restliche Woche bestand letzlich aus Behördengängen tagsüber im riesigen Unigebäude (das Gebäude selbst in ca. 8 Sektoren unterteilt, ich Wohne im Sektor B :) und Abends aus kleinen Gesprächsrunden in den Zimmern im Wohnheim.
Das Unigebäude selbst ist übrigens unglaublich. Es ist wie eine Stadt, mit eigener Bank, Wäscherei, 2 Mensen, Restaurant, Schuhreperatur, Geschäften die oft bis 1 Uhr aufhaben und sogar einer Polizeistation ;) Man kann also viel im hier ziemlich angesagten Badelatschen-Look in der Uni erledigen, ohne einmal das Haus zu verlassen. Möglicherweise gibt es sogar studenten, die während ihrer 4 1/2 Jahre Studium das Haus garnicht verlassen.
Studiumstechnisch ist noch nicht viel passiert, da ich erst diese Woche erfahre wo ich für mich passende Sprachkurse besuchen kann. Außerdem warte ich auf meine Tutor, der am 5. März wiederkommt. Ist aber alles nicht so tragisch diese Woche ist die erste Woche in der wirklich, wirklich das Studium beginnt. Das bei mir alles bisher noch nicht so richtig angefangen hat liegt daran, dass der für mich zuständige Bearbeiter in ziemlich nuschligem Russisch redet und auch nicht so richtig auf meine Fragen eingeht. Ist aber egal, seine Sekrätärin ist dafür super nett und spricht sehr verständlich. Außerdem bin ich ja hier fast nur mir selbst gegenüber verpflichtet, was ich genieße.
Noch kurz: In Russland war letzte Woche Maslenitza-Fest. Es gab eine ganze woche über all und überall Blinchikis (Eierkuchen) und Honigbier, am Ende wurde traditionell Ded Maroz (der "Winter-Weihnachtsmann") mit einem großen Feuer verscheucht, und der frühling gerufen. Naja ... ich warte mal ab ;)
An sonsten war ich hier schon ein paar mal im Klub (Propaganda und Bilingua), in der Kruschka (billige Kneipenkette bei Studenten beliebt) was trinken, und spazieren aufm roten Platz. Preise sind ok, der wechselkurs ist ja gerade sehr europhil.
Soweit erstmal die ersten kurzen Eindrücke von mir. Mir geht es super gut, ich freue mich jeden Tag tierisch über alle kleinen und großen täglichen Ereignisse, lerne mehr und mehr russisch jeden Tag und lebe sicher noch bis zum Sommer
Soweit erstmal die ersten Eindrücke.
Hauste
Wow ... Jahre der Planung sind vergangen, und nun bin ich endlich in Moskau angekommen :)
Heute nehme ich mir mal die Zeit einen kleinen Eintrag für euch zu verfassen, um mal so meine ersten Eindrücke mit euch zu teilen. Ist doch ganz schön viel los hier, positiv, langweilig nie ...
Die Ankunft am Flughafen verlief vollkommen Problemlos. Lebend verlies ich also das Flughafengebäude, wo mich Johann erwartete. Wir hatten es leider verpeilt unsere Nummern auszutauschen, hatten uns also nur "so lala" eine Woche vor meiner Ankunft um ~16 Uhr am Flughafen Vnukovo verabredet. Nun ... hat alles Problemlos geklappt.
So sind wir also zusammen zur MGU (Uni) und haben die ersten bürokratischen Hürden im Hauptgebäude ziemlich entspannt, verbunden mit einigem Warten, gemeistert.
Um ca 19 Uhr waren wir dann zusammen im Wohnheimszimmer. Der erste Eindruck vom Gebäude, vom Zimmer und Moskau war super (Fotos werden, nicht ohne Kommentar, folgen) und da wir es für heute geschafft hatten genehmigten wir uns zur Feier des Tages einen Vodka aus der von LIDL von mir für ihn als "Gastgeschenk" gekauften PUTINOFF-Flasche und rauchten eine Zigarette am Fenster im Zimmer.
Womit wir nicht gerechnet hatten war, dass die Dejurnaja (Mama für alles, gibt es in jedem russischen Wohnheim, Behörde, ... ohne die läuft garnix ...) uns sogleich einen Besuch abstatte und das Zimmer mit großen Augen und den Worten :"aaaa ... wyj uzhe kurite i ... chto eto .. i tozhe pili. nu eto nelsja v komnate" [aaahh ... ihr raucht und trink schon ... nun ... das beides ist im zimmer verboten :)]). Aber war alles halb so schlimm, wir wussten von den Regeln ja noch nix.
So ging dann auch schon mein erster Tag mehr oder weniger zu Ende. Die ganze restliche Woche bestand letzlich aus Behördengängen tagsüber im riesigen Unigebäude (das Gebäude selbst in ca. 8 Sektoren unterteilt, ich Wohne im Sektor B :) und Abends aus kleinen Gesprächsrunden in den Zimmern im Wohnheim.
Das Unigebäude selbst ist übrigens unglaublich. Es ist wie eine Stadt, mit eigener Bank, Wäscherei, 2 Mensen, Restaurant, Schuhreperatur, Geschäften die oft bis 1 Uhr aufhaben und sogar einer Polizeistation ;) Man kann also viel im hier ziemlich angesagten Badelatschen-Look in der Uni erledigen, ohne einmal das Haus zu verlassen. Möglicherweise gibt es sogar studenten, die während ihrer 4 1/2 Jahre Studium das Haus garnicht verlassen.
Studiumstechnisch ist noch nicht viel passiert, da ich erst diese Woche erfahre wo ich für mich passende Sprachkurse besuchen kann. Außerdem warte ich auf meine Tutor, der am 5. März wiederkommt. Ist aber alles nicht so tragisch diese Woche ist die erste Woche in der wirklich, wirklich das Studium beginnt. Das bei mir alles bisher noch nicht so richtig angefangen hat liegt daran, dass der für mich zuständige Bearbeiter in ziemlich nuschligem Russisch redet und auch nicht so richtig auf meine Fragen eingeht. Ist aber egal, seine Sekrätärin ist dafür super nett und spricht sehr verständlich. Außerdem bin ich ja hier fast nur mir selbst gegenüber verpflichtet, was ich genieße.
Noch kurz: In Russland war letzte Woche Maslenitza-Fest. Es gab eine ganze woche über all und überall Blinchikis (Eierkuchen) und Honigbier, am Ende wurde traditionell Ded Maroz (der "Winter-Weihnachtsmann") mit einem großen Feuer verscheucht, und der frühling gerufen. Naja ... ich warte mal ab ;)
An sonsten war ich hier schon ein paar mal im Klub (Propaganda und Bilingua), in der Kruschka (billige Kneipenkette bei Studenten beliebt) was trinken, und spazieren aufm roten Platz. Preise sind ok, der wechselkurs ist ja gerade sehr europhil.
Soweit erstmal die ersten kurzen Eindrücke von mir. Mir geht es super gut, ich freue mich jeden Tag tierisch über alle kleinen und großen täglichen Ereignisse, lerne mehr und mehr russisch jeden Tag und lebe sicher noch bis zum Sommer
Soweit erstmal die ersten Eindrücke.
Hauste
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